Am Steuer des Bürgerbusses ist noch Platz

Zwar gibt es derzeit 15 Fahrer und eine Fahrerin, doch der Nachwuchs bleibt in Bad Laasphe aus.

Von Wolfgang Thiel

Bad Laasphe. Er rollt und rollt und rollt, der Bürgerbus Bad Laasphe. Seit dem 11. Juni 2001 dreht das Erfolgsmodell seine Runden und das soll auch weiterhin so bleiben – da sind sich die Mitglieder des Bürgerbus-Vereins einig. Unruhe in die Reihen der Ehren-amtler, die sich jetzt zu ihrer Jahreshauptversammlung im Metzgerstübchen trafen, brachte allerdings das Vorhaben „Ein Land – ein Fahrschein“ der Landesregierung für einen einheitlichen Regionaltarif aller öffentlichen Verkehrsmittel in NRW.
Bürgerbus steht im Mittelpunkt. Die Befürchtung war groß, dass dadurch die ehrenamtliche Arbeit der Bürgerbusvereine beeinträchtigt, wenn nicht sogar unmöglich gemacht würde (wir berichteten). Positive Informationen zu dieser Thematik gab es in der Zwischenzeit jedoch vom SPD-Landtagsabgeordneten Falk Heinrichs. Der ließ in einer Pressemitteilung verlauten, dass ihm das NRW-Verkehrsministerium ausdrücklich versichert habe, dass Bürgerbusvereine auch künftig frei entscheiden könnten, ob sie den jeweiligen Verbundtarif ihrer Region, den NRW-Tarif oder eigene Lösungen, die sogenannten Inseltarife, anwenden wollten oder nicht.
Damit wurde die Aussage des NRW-Verkehrsministers Michael Groschek bestätigt, der auf der Mitgliederversammlung des Dachverbandes Pro Bürgerbus NRW zum Disput um die Einbeziehung in einen landesweiten Tarif betont hatte: „Im Mittelpunkt steht der Bürgerbus und das Bedürfnis seiner Kunden, nicht der Tarif.“Eine sensible Schwachstelle
sprach der 1. Vorsitzende Günter Rothenpieler in seinem Jahresbericht an, nämlich das  „Fahrerlager“ des Vereins. Das Projekt funktioniert schließlich nur, solange jemand am Steuer sitzt und Ehrendienst nach Fahrplan macht. Noch kann man in der Lahnstadt auf 15 Fahrer und eine Fahrerin zurückgreifen. Deren Altersstruktur lässt den Ruf nach Nachwuchs allerdings immer lauter werden. „Neue Fahrer gesucht“ wird deshalb für die
Vereinsmitglieder zu einer Hauptaufgabe der nächsten Monate. Wichtig dabei: Wer den Bürgerbus fährt, fährt ehrenamtlich. Geld gibt es nicht, aber Anerkennung und ein gutes Gefühl, etwas für die Allgemeinheit geleistet zu haben.

Treffen: Jeden ersten Donnerstag im Monat

Optimistisch in die Zukunft
schauen die Vorstandsmitglieder
des Bürgerbus-Vereins Bad Laasphe.

Wer zum Fahrerteam dazustoßen oder sich nur informieren möchte, ist an jedem ersten
Donnerstag im Monat um 19 Uhr zum Fahrertreff im Wittgensteiner Hof eingeladen.
Zwei Höhepunkte standen in den vergangenen Monaten im Mittelpunkt der Vereinsarbeit.
So konnte im Juni der 15-jährige Fahrbetrieb gefeiert und vor wenigen Wochen der immerhin 150 000. Fahrgast begrüßt werden. Neu für den Verein war, dass man zum März 2017 eine Neugenehmigung des Fahrbetriebes erwirken musste: „Eine abschließende Bescheidung liegt noch nicht vor, ist aber wohl Formsache“, betonte Rothenpieler in seinen Ausführungen. Außerdem verwies er auf die Tatsache, dass von den Betreibern der
Wohnanlage Lahnblick Sebastian-Kneipp-Straße – ehemals Lahn-Klinik – bisher noch keine Anfrage bezüglich einer dort möglichen Bürgerbus-Haltestelle eingegangen sei. Der Dank des Vorsitzenden galt allen Vorstandskollegen und -kolleginnen sowie der Fahrer-Crew für ihren beispielhaften Einsatz. Bei den Teilwahlen bestätigte die Versammlung den stellvertretenden Vorsitzenden Arno Vomhof, Geschäftsführer Georg Gücker, Schriftführerin Thea Rothenpieler und Beisitzer Helmut Wydra sowie die Kassenprüfer Jürgen Stinnes und Werner Wick in ihren Ämtern. Neues Mitglied im Vorstand ist Rudi Niesyto als Beisitzer mit dem Aufgabenschwerpunkt „Fahrzeug“.

8734 Fahrgäste nutzten 2016 den Bürgerbus.

Geschäftsführer Georg Gücker verwies neben demKassenbericht auf das statistische Umfeld des Vereins. So beförderte der Verein im vergangenen Jahr 8734 Fahrgäste und legte nach erfolgter Fahrplan-Optimierung 31770 Kilometer (2015:37624 Kilometer) im Linienbetrieb zurück.
Mit 779 Personen wurden im November die meisten Fahrgäste verzeichnet. Ein dickes Lob hielt Gücker für Siegfried Theisen bereit, der den Einsatz der Fahrer koordiniert und die entsprechenden Monatspläne erstellt.

 

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Blumen für den 150 000. Fahrgast im Bürgerbus

Puderbacher Otmar Achenbach wird vom Vorsitzenden Rothenpieler auf der Fahrt zur Stadt überrascht

Von Wolfgang Thiel

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Als 150 000. Fahrgast erhält der Puderbacher Otmar Achenbach ein Blumenpräsent von dem Bürgerbus-Vorsitzenden Günter Rothenpieler. Er nutzt den Bus von Beginn an.

Bad Laasphe. In der Erfolgsspur fährt seit seinem Start im Jahr 2001 der Bad Laaspher Bürgerbus, der in der Kernstadt sowie den Ortschaften Niederlaasphe und Puderbach an fünf Tagen in der Woche unterwegs ist. In den ersten Wochen des Fahrbetriebes war das Fahrgastaufkommen allerdings noch recht überschaubar. Das hat sich bis heute grund-legend geändert, denn mit Otmar Achenbach begrüßten gestern der 1. Vorsitzende Günter Rothenpieler, Vorstandsmitglied Gerhard Bernshausen und Fahrerin Resi Thiel den 150 000. Fahrgast und überreichten ihm einen Blumenstrauß.

„Mittlerweile habe ich zu den Fahrern ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt.“ Otmar Achenbach, Nutzer des Bürger-busses in Bad Laasphe

„Das ist schon eine tolle Überraschung“,freute sich der Puderbacher über das Präsent. „Ich nutze seit 2001 das Angebot des Bürgerbusses, fahre mehrmals in der Woche von meinem Wohnort aus in die Kernstadt und erledige dort, was so ansteht. Mittlerweile habe ich zu den Fahrern ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt.“ Beeindruckt ist Otmar Achenbach auch von der nutzerfreundlichen Preisgestaltung des Bürgerbus-Vereins. „Die Mobilität der Menschen ist ein wichtiger Faktor des gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Besuche bei Freunden, Arzttermine, Freizeitgestaltung, Einkäufe und vieles andere mehr können ohne vorhandene Mobilität nur umständlich oder überhaupt nicht bewältigt werden. Der Bürgerbus bietet gerade auch älteren, in ihrer Bewegungsfreiheit einge-schränkten Menschen die Möglichkeit, in ihrem gewohnten Umfeld vor Ort zu bleiben“, so Rothenpieler.

Ehrenamtliche sitzen am Steuer
Das Fahrangebot wird wie bei allen Bürgerbus-Projekten auch in Bad Laasphe auf einer konzessionierten Linie, definierten Haltestellen und genehmigtem Tarif von ehrenamtlich
tätigen Kräften betrieben. Neben Resi Thiel sind dies Gerhard Anspach, Gerhard Bernhausen, Georg Gücker, Ulrich Guette, Walter Jung, Martin Kringe, Horst Kuchinke, Rudi Niesyto, Jürgen Stinnes, Herbert Stopfer, Christoph Thee, Siegfried Theisen, Arno Vomhof, Hans Walter Wetter, Werner Wick und Helmut Wydra.
Preise seit 16 Jahren unverändert
Nicht selbstverständlich und deshalb besonders erwähnenswert ist, dass seit dem Bestehen des Bürgerbusses keine Fahrpreiserhöhungen vorgenommen wurden. So kostet ein Einzelfahrschein für Erwachsene 1,50 Euro, für Schüler(innen) bis 14 Jahre 0,75 Euro, eine 4-er Karte Erwachsene 5,50 Euro, eine 10-er Karte für Kinder bis 14 Jahre 5 Euro und die 10er-Karte für Erwachsene 12 Euro. Schwerbehinderte sowie gegebenenfalls deren Begleitperson mit einem entsprechenden Ausweis werden auch im Bürgerbus kostenfrei befördert.

Laaspher wollen auf diesen Service nicht verzichten

Aus dem Experiment ist ein tragfähiges Verkehrskonzept geworden

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Vor elf Jahren: Das Fahrerteam des Bürgerbusses Bad Laasphe.

Er nahm ganz langsam seine Fahrt auf: der Bürgerbus in Nordrhein-Westfalen. Zunächst gingen ab 1985 sechs Pilotprojekte in unserem Bundesland an den Start. Aus dem Experiment von damals ist mit weit über 100 Bürgerbusvereinen längst ein tragfähiges Verkehrskonzept geworden. Nachdem das letzte Lebensmittelgeschäft aufgegeben, der Landarzt in Pension und die letzte Bankfiliale geschlossen wurde, sorgt der Bürgerbus so in zahlreichen Gemeinden für eine bequeme Fahrt in den Zentralort. Hinter jedem Bus steht ein Verein, der den täglichen Betrieb organisiert. Er sorgt nicht nur für eine angenehme Fahrt von A nach B, sondern ist längst Bestandteil des sozialen Lebens geworden. Kein Wunder also, dass sich Bürgerinnen und Bürger ihren Ort ohne Bürgerbus nicht mehr vorstellen können.                                                                                                                            wot

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Viele positive Rückmeldungen

Bad Laaspher Bürgerbus-Verein zieht Bilanz bei Weihnachtsfeier vorab

Von Wolfgang Thiel

Bad Laasphe. Zu einer vorgezogenen Weihnachtsfeier hatte der Bürgerbusverein sein ehrenamtlich tätiges Team aus aktuellen und ehemaligen Fahrerinnen und Fahrern sowie deren Partner und Partnerinnen in das Restaurant „Lahnstuben“ eingeladen. In gemütlicher Runde wurde bei einem schmackhaften Menü manche Anekdote aus dem erlebten Fahrer-Alltag ausgetauscht.

Seit dem 11. Juni 2001 dreht der Bürgerbus seine Runden, um nach dem Motto „Bürger fahren für Bürger“ den Bewohnern der Kernstadt und der Ortsteile Niederlaasphe und Puderbach an Wochentagen mehr Mobilität zu gewährleisten. Rund 630 000 Kilometer wurden in dieser Zeit zurückgelegt, bis auf ein paar kleine Kratzer und Dellen absolut unfallfrei.
Als Fortbewegungsmittel genutzt haben den Bürgerbus seit dem Start vor 15 Jahren rund 147 000 Fahrgäste – ein beeindruckendes Ergebnis. „Die große Zahl positiver Rückmeldungen aus der Bevölkerung bestärkt uns in unserem ehrenamtlichen Engagement und ist eine wichtige Motivation für die Arbeit der kommenden Jahre. Mein jahresabschluss_2016_11_19Dank gilt allen Vorstandskollegen und -kolleginnen sowie der Fahrer-Crew für ihren beispielhaften Einsatz“, so Günter Rothenpieler, 1.Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins.
Aktuell sind mit Gerhard Anspach, Gerhard Bernshausen, Georg Gücker, Ulrich Guette, Walter Jung, Martin Kringe, Horst Kuchinke, Rudi Niesyto, Jürgen Stinnes, Herbert Stopfer, Christoph Thee, Siegfried Theisen, Arno Vomhof, Hans-Walter Wetter, Werner Wick und Helmut Wydra 16 Fahrer im Einsatz. Einzige Fahrerin im Team ist Resi Thiel.

 

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Fit für den Ernstfall

Erste Hilfe Kurs

Erste Hilfe Kurs

Sicherheit geht beim Bürgerbusverein Bad Laasphe über alles. Aus diesem Grund absolvierten 11 Fahrer des Bürgerbusses im Oktober einen Auffrischungskurs in Erster Hilfe. Einen Tag lang lernten sie von Stefanie Bätzel vom Malteser Hilfsdienst, wie man erste Hilfe leistet und so unter Umständen Leben retten kann. Trotzdem bleibt die Hoffnung, dass solch ein Ernstfall nicht eintritt. Nicht zu kurz kam beim Kurs auch der Austausch untereinander, hier beim Mittagessen.

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Tolle Bilanz: Drei Busse, 630.000 Kilometer, 147.000 Fahrgäste, unfallfrei

Bürgerbus Bad Laasphe weiterhin ein Erfolgsmodell

15jahre

(Foto: M. Fettig)

15 Jahre unfallfrei: Da hat das Fahrerteam des Bürgerbusses Bad Laasphe (v.l.) Horst Kuchinke, Gerhard Bernshausen, Siegfried Theisen, Arno Vomhof, Helmut Wydra und Georg Gücker zu recht gutlachen.

Bad Laasphe. (mf) Eine beeindruckende Leistung und ein einfach unglaubliches Engagement auf das die Fahrer des BürgerBus Bad Laasphe e.V. da angesichts ihres 15jährigen Bestehens zurückblicken. Sage und schreibe rund 630.000 Kilometer wurden in dieser Zeit zurückgelegt. Das entspricht knapp 16 Erdumrundungen, die man allerdings Weiterlesen

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Bürgerbusfahrer besichtigen Wiesbaden

Bürgerbusfahrer besichtigen hessische Landeshauptstadt

Bürgerbusverein_in_Wiesbaden

Von Wolfgang Thiel

Vom Neroberg aus können die Fahrer des Bürgerbus-Vereins und ihre Partnerinnen das Panorama der hessischen Landeshauptstadt genießen.

Wiesbaden-Tour stärkt Gemeinschaftsgefühl.

Bad Laasphe. Nicht die Fahrgäste, sondern ausnahmsweise mal die Ehrenamtlichen
selbst standen jetzt für den Bad Laaspher Bürgerbus-Verein im Mittelpunkt. Hatte doch der Vorstand um den Vorsitzenden Günter Rothenpieler und Geschäftsführer Georg Gücker für sie eine Tagesfahrt nach Wiesbaden organisiert, bei der im Weiterlesen

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20 Jahre Bürgerbus Langenberg

Bürgerbusse in Langenberg 2016_04_21Der Bürgerbusverein in Velbert Langenberg konnte sein 20-jähriges Jubiläum feiern. Aus diesem Anlass hatte er viele Bürgerbusvereine aus NRW eingeladen. Vom Bürgerbusverein Bad Laasphe waren 9 Personen der Einladung gefolgt. Langenberg ist ein Ortsteil von Velbert. Landschaftlich sehr schön gelegen, ist die topografische Lage der Kleinstadt jedoch etwas schwierig. Die Stadt liegt an Hängen, SAMSUNGviele Ortsteile sind nur über recht steile und enge Straßen zu erreichen, so dass der öffentliche Nahverkehr nur die Tallagen erreichen konnte.
Im Jahre 1996 machte man sich in Langenberg darüber Gedanken, wie man den nicht mobilen Menschen der Stadt die Möglichkeiten geben könnte, einkaufen zu gehen und auch am sozialen Leben teilz
unehmen. Die Idee des Bürgerbusses für die Stadt war geboren. Am 19. April 1996 fand die Gründungsversammlung statt und bereits im November konnte der erste Bürgerbus seine Runden drehen. Tatkräftige Weiterlesen

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Laaspher Bürgerbus befördert 9000 Fahrgäste

Ehrenamtliches Engagement prägt den Verein, der für die Bürger Lücken im ÖPNV schließt.

Von Wolfgang Thiel

Bürgerschaftliches Engagement kennzeichnet die Bürgerbus Idee. Ehrenamtliche planen und organisieren ein Verkehrsangebot, um die Mobilität ihrer Mitmenschen zu verbessern. Bürgerbusse ergänzen den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in ihrer Stadt oder Gemeinde und schließen vorhandene Lücken im Liniennetz oder auch im Fahrplanangebot.
Die Fahrgäste der Bad Laaspher Ehrenamtler schätzen die persönliche Nähe und familiäre Atmosphäre im Bürgerbus. Bis zu acht Personen darf der Mercedes Sprinter pro Tour befördern, mehr erlaubt der Gesetzgeber nicht. „Fahrer und Fahrgäste lernen sich gut kennen über die Jahre. Die hohe Anzahl von Stammfahrgästen spricht für sich“, so der 1.Vorsitzende Günter Rothenpieler auf der Jahreshauptversammlung des Vereins im Restaurant Metzgerstübchen.

Fahrplanänderung

Das wichtigste Ereignis in 2015 war die Übernahme des neuen, nunmehr dritten Fahrzeugs. Das altersschwache Vorgänger-Modell wurde nach rund 305 000 Fahrkilometern und einer Einsatzzeit von sieben Jahren durch einen Mercedes-Sprinter ersetzt, dessen Technik und Ausstattung bei Fahrern und Fahrgästen für Zufriedenheit sorgt. Mitte des Jahres trat eine Fahrplanänderung in Kraft, bei der Fahrten am Dienstag und Donnerstagnachmittag entfielen. Außerdem wurden die Haltestellen Rosenstraße und Eschenstraße in Puderbach sowie der Untere Schuleborn in Bad Laasphe nicht mehr angefahren. Allerdings besteht hier die Möglichkeit, unter der Service-Nummer 0160/ 3521820 den Bürgerbus anzufordern. Die Haltestelle Schlossbergklinik hingegen entfiel ganz.

Neue Fahrer sind willkommen
Hervorragendes Merkmal eines Bürgerbus-Vereins ist das großartige ehrenamtliche Engagement aller an diesem Projekt Beteiligten, allen voran der Fahrerinnen und
Fahrer, ohne die ein solch langjähriger Erfolg wie in der Lahnstadt auch nicht denkbar wäre. „Wir haben zurzeit grundsätzlich ausreichend viele Fahrer. Andererseits hatten wir langfristige oder dauerhafte Ausfälle durch Erkrankung zu beklagen. Viele Fahrer sind noch seit der Gründungsphase im Juni 2001 aktiv und werden in den kommenden Jahren ersetzt werden müssen“, betonte Rothenpieler. Jeder potenzielle Fahrer sei herzlich  willkommen und trage dazu bei, dass im Einsatz befindliche ehrenamtliche Team nicht über Gebühr hinaus zu belasten. Interessierte könnten sich gern bei den monatlichen Fahrertreffs melden.

Auch in 2015 standen Fahrerbetreuung und die Gemeinschaft der Mitglieder im Blickfeld.
So führte die jährliche Ausflugsfahrt nach Köln, besuchten Abordnungen Jubiläen und Fahrzeugeinweihungen befreundeter Bürgerbus-Vereine. Außerdem traf man sich zum Jahresabschluss zu einem gemeinsamen Abendessen.

Befördert wurden im vergangenen Jahr annähernd 9000 Fahrgäste. Eine Zahl, die sich nicht wesentlich vom  Vorjahresaufkommen unterscheidet. Zurückgelegt wurden auf den Linienfahrten rund 40 000 km. Bedingt durch die Fahrplanveränderungen weniger als zuvor, was sich auch in geringeren Unterhaltungskosten des Fahrzeugs niederschlug.
Nicht selbstverständlich und deshalb besonders erwähnenswert ist es, dass seit Bestehen des Bürgerbusses keine Fahrpreiserhöhungen vorgenommen wurden: Erwachsene
zahlen 1,50 Euro (Zehnerkarte 12 Euro, Vierer-Karte 5,50 Euro), Kinder 75 Cent (Zehnerkarte 5 Euro). Die Finanzierung des Vereins erfolgt durch Kartenverkauf,
Werbeeinnahmen und einen Landeszuschuss.

Dieses Bürgerbus-Modell wurdBürgerbus_ALT_2016_04_21e nach rund 305 000 Fahrkilometern und einer Einsatzzeit von sieben Jahren durch einen Mercedes-Sprinter ersetzt, dessen Technik und Ausstattung bei Fahrern und Fahrgästen für Zufriedenheit sorgt.

Vorstandswahlen

Die Mitglieder bestätigten den 1. Vorsitzenden Günter Rothenpieler ebenso wie den stellv. Schriftführer Christoph Thee einstimmig in ihren Ämtern.
Zum stellvertretenden Geschäftsführer „Fahrbetrieb“ wählte die Versammlung Siegfried Theisen, zum neuen Beisitzer Horst Kuchinke.
Neue Kassenprüfer sind Werner Wick und Jürgen Stinnes.

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Jahresrückblick 2015

Das Jahr 2016 ist jetzt schon wieder einige Wochen alt und somit ist es an der Zeit, einen Rückblick auf das Jahr 2015 zu halten.

Wichtigstes Ereignis im Jahr 2015 war wohl die Anschaffung des neuen Busses. Nachdem der alte Bus in die Jahre gekommen war und auch der TÜV nicht mehr sein OK geben wollte, stand der Kauf eines neuen Busses an. Nach vielen Überlegungen entschied man sich für den Mercedes Sprinter. Der Kauf wurde abgeschlossen, und im Oktober konnte der Sprinter seine erste Fahrt machen, sehr zur Freude der Fahrer und auch der Fahrgäste. Das neue Fahrgefühl wird von allen sehr genossen.

Neu im Jahr 2015 war auch die Fahrplanänderung, die Mitte des Jahres in Kraft trat. Es wurde beschlossen, die Fahrten am Dienstag- und Donnerstagnachmittag auszusetzen. Außerdem werden die Haltestellen Rosenstraße und Eschenstraße in Puderbach und der Untere Schuleborn in Bad Laasphe nicht mehr angefahren. Allerdings besteht die Möglichkeit, per Bürgerbustelefon den Bus anzufordern. Das wird auch genutzt. Die Haltestelle Schlossbergklinik entfällt ganz.

Die heimische Presse berichtete von beiden Ereignissen ausführlich, nachzulesen hier auf der Internetseite.

Zu erwähnen ist auch unser Sommerausflug nach Köln am 27. Juni 2015. Das Wetter zeigte sich von seKöln_2015_06iner schönen Seite und so konnte man Köln genießen. Nach einer gemeinsamen Stadtrundfahrt gab es Zeit zur freien Verfügung, die man nach eigenen Wünschen mit einer Fahrt auf dem Rhein, einem Spaziergang, einem Bummel durch die Altstadt, oder auch einfach mit einem Besuch im Biergarten verbringen konnte. Zum Abschluss trafen sich alle zu einem Abendessen in einem alten Brauhaus in Köln.

Den Jahresabschluss feierte man dann in den Lahnstuben mit einem gemütlichen Beisam-mensein.

 

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Hereinspaziert, liebe Fahrgäste!

Der niegelnagelneue Bürgerbus kommt jetzt mit noch mehr Komfort daher.

16 Fahrer freuen sich über den 51 000-Euro-Wagen.

Presse_SZ_mit einigen FahrerBitte lächeln: Dass ein „Selfie“ auch ohne Handy geht, stellten der SZ-Redakteur und einige der 16 Fahrer des neuen Bad Laaspher Bürgerbusses gestern Abend eindrucksvoll unter Beweis.

Riesig Platz, acht komfortable Sitze, dazu 164 bärenstarke PS: Gestern stellte der Bad Laaspher Bürgerbus-Verein seine neue Errungenschaft vor. Den Mercedes Sprinter hätte er gerne etwas früher gehabt, gestand Vereinsvorsitzender Günter Rothenpieler. „Wir haben sehr gezittert mit unserem Altersfahrzeug.“

Immerhin hatte der alte Wagen 300000 Kilometer und sieben Jahre auf dem Buckel. Da stand das Land NRW parat und steuerte zum Gesamtpreis von 51 000 Euro satte 35 000 Euro hinzu. Die ersten Meinungsbilder der Gäste sind positiv, wie Günter Rothenpieler beim Pressegespräch verriet. Fahrer Georg Gücker erzählte, er habe zuerst schauen müssen, wofür die vielen Knöpfe seien. „Das Fahren ist echt eine feine Sache.“ Die Automatik funktioniere ruckelfrei, der Wagen fahre fast wie von selbst. Besonders am Berg ziehe er sofort an. Der Sprinter hat viel Platz. Acht Sitze plus Fahrer, den Beifahrersitz hat man ausgebaut, sodass hier eventuell ein Rollator abgestellt werden könnte. Die 16 Fahrer, darunter übrigens eine Frau, sind begeistert.

Das Fahrzeug bietet alles, was man zum angenehmen Fahren braucht. Per Telefon ist der Fahrer jederzeit erreichbar – und zwar unter Tel. (01 60) 3 52 18 20. Das ist insofern wichtig, als der Fahrplan an zwei Punkten etwas verändert wurde. Die Straßen
Unterer Schulborn und die Rosenstraße in Puderbach werden nur bei Bedarf angefahren. Möchte ein Gast mitgenommen werden, sagt er dem Fahrer via Servicenummer Bescheid.

Ansonsten bleibt alles beim Alten: Der Bürgerbus fährt vormittags von 8.25 bis 11.50 Uhr und nachmittags von 14.25 bis 18.50 Uhr. Vormittags sind es 82 Kilometer durch die Stadt, nachmittags 75 Kilometer. Da macht Günter Rothenpieler drei Kreuze, dass in den vielen Jahren Bürgerbus Bad Laasphe noch überhaupt kein Unfall passiert ist. „Höchstens mal ein Kratzer“, ergänzt Georg Gücker.

Im Juni 2001 nahmen die Bürgerbus-Leute ihr erstes Fahrzeug in Betrieb. Gut 280 000 Kilometer leistete der Wagen. Zählt man den zweiten mit den 300 000 hinzu, kommt man auf 580 000 Kilometer unfallfreies Fahren. 138 000 Fahrgäste sind bis heute transportiert worden. Auch die Preise sind konstant geblieben: 1,50 Euro für die Einzelfahrt und mit der Zehnerkarte kostet die Fahrt nur noch 1,20 Euro. Der Bürgerbus-Verein darf zufrieden sein. Auf weiterhin gute Fahrt!

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