Bad Laaspher Bürgerbusverein unternimmt Tagesfahrt nach Frankfurt.

Die Fahrer müssen einmal nicht selbst am Steuer sitzen.Grüne Soße und Apfelwein probiert

Von Wolfgang Thiel

Bad Laasphe/Frankfurt. Die Teilnahme am Weltrekord-Versuch rund um die „Grie Soß“ hatte der Bad Laaspher Bürgerbus-Verein bei seinem Ausflug nach Frankfurt knapp verpasst. Wer wollte, konnte sich allerdings die Grüne Soße, zu deren Hauptbestandteilen sieben frische Kräuter gehören, auch außerhalb des Wettbewerbs als Beilage zu gekochter
Ochsenbrust, Tafelspitz oder Fisch munden lassen.
Doch war es diese Essensspezialität, welche die ehrenamtlich tätigen Busfahrer und ihre Kollegin in die Mainmetropole führte? Oder das Kennenlernen einer neuen Fahrroute, vielleicht die Erweiterung des Bürgerbus-Angebots auf Städtereisen? Nichts davon. Vielmehr standen einmal nicht die Fahrgä-ste, die an normalen Wochentagen zwischen Bad Laasphe, Puderbach und Niederlaasphe befördert werden, für den Bürgerbusverein im Mittelpunkt, sondern ausnahmsweise die Ehrenamtlichen selbst – hatte doch der Vorstand für sie eine Tagesfahrt nach Frankfurt organisiert. Nach einem kräftigen Frühstück im Café Limanda startete die Reisegruppe eine Schifffahrt auf dem Main. Anschließend ging es in die Altstadt. Zu sehen dabei mit dem „Römer“ das Frankfurter Rathaus, eines der schönsten und ältesten der Republik. Nicht zu vergessen der Kaiser-dom, der aus dem Gotteshaus der karolingischen Kaiserpfalz hervor-gegangen ist. Nur wenige Gehminuten entfernt die Skyline. International renommierte Ausstellungshäuser bilden zu beiden Seiten des Mains eine einzigartige Kunst- und Kultur meile, das Muse-umsufer.

In alte Zeiten versetzt fühlten sich die Bürgerbus-Fahrer und ihre Angehörigen beim abendlichen Abstecher nach Alt-Sachsenhausen. In der Großen und Kleinen Rittergasse, in der Paradies- und Klappergasse reihen sich dicht an dicht „Eppelwoi-Wertschafte“. Auf Bänken an Holztischen genossen die Ausflügler im „Äppelwoi-Dax“ ihr „Stöffchen“ aus dem „Gerippten“. Für ganz Mutige stand dazu eine weitere kulinarische Spezialität Frankfurts, der „Handkäs mit Musik“, auf der Speisekarte. Der kleine Stinker wird aus Quark hergestellt, dem etwas Natron und Salz zugegeben wird. Nach diesem Härtetest und dem gemütlichen Beisammensein ging es zurück ins Wittgensteiner Land. „Dieser gelun-gene Ausflug reiht sich nahtlos in die Reihe der bisherigen Tagesfahrten ein. Frankfurt hat sich bei strahlendem Sommerwetter von seiner besten Seite gezeigt“, so Günter Rothenpieler, 1. Vorsitzender des Bürgerbusvereins.

Bürgerbus: Ein Erfolgsmodell seit 2001

Seit 11. Juni 2001 dreht das Erfolgsmodell Bürgerbus Bad Laasphe seine Runden – und das soll auch so bleiben, so die Mitglieder des Bürgerbus-Vereins.

Der Erfolg gibt den ehrenamtlichen Initiatoren jedenfalls Recht: Ende Januar konnte der Bürgerbusverein den immerhin 150 000. Fahrgast begrüßen.

 

 

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